Viel Potenzial im Bergischen Städtedreieck

automotiveland.nrw gestaltet aktiv die Zukunft der Automobilwirtschaft in Nordrhein-Westfalen und der Region. Eine neue Studie liefert Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zur Bewältigung der Transformation der Automobilindustrie. 

 Die Automobilindustrie unterliegt weltweit einem tiefgreifenden Strukturwandel. Elektrifizierung, Fahrzeugautomatisierung und eine zunehmende wechselseitige Vernetzung von Fahrzeug und Infrastruktur sind die wesentlichen Faktoren dieser rasanten Veränderung. Doch was bedeuten diese Entwicklung für die Zukunft der Automobilindustrie in NRW? Aufschluss gibt die im März dieses Jahres von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart vorgestellte Studie zur Zukunft der Automobilindustrie in NRW, die automotiveland.nrw mitbegleitete. Kern der Betrachtung ist die Bewertung wahrscheinlicher globaler Entwicklungen bis zum Jahr 2040 in Form von Szenarien, deren mögliche Auswirkungen auf Umsätze, Wertschöpfung und Beschäftigung auf Landesebene dargestellt werden. Davon ausgehend werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die es dem Land ermöglichen sollen, bestmöglich vom Wandel zu profitieren. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass NRW und insbesondere das Bergische Städtedreieck viel Potenzial mitbringen, um gut durch den Strukturwandel zu kommen und am Ende gut aufgestellt zu sein für den Mobilitätsmarkt der Zukunft. Der Verbrennungsmotor verliert an Bedeutung. Wachstumsmärkte verlagern sich schwerpunktmäßig auf die Bereiche Elektromobilität, Automatisierung und Vernetzung. Die Prognose: bis 2040 wird der Anteil der Batterieelektrischen Fahrzeuge auf 66 Prozent gestiegen, der Anteil der konventionellen Fahrzeuge auf 25 Prozent gesunken sein. Der Rest verteilt sich auf hybride und brennstoffzellenelektrische Fahrzeuge – so die Aussagen der Studie, die IW Consult, das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und „automotiveland.nrw“ gemeinsam verfasst haben.

 Automobilwirtschaft in NRW auf Wachstumskurs

Derzeit sind in NRW noch gut ein Fünftel der Erwerbstätigen in der Automobilwirtschaft mit der Produktion von Komponenten für den traditionellen Antriebsstrang befasst, dennoch sieht die Studie die Automobilwirtschaft in NRW auf Wachstumskurs, wenn Stärken entsprechend entfaltet und Potenziale in den Themenfeldern Elektromobilität, autonomes Fahren und Vernetzung entsprechend gehoben werden. Laut Studie ist die Einrichtung eines Kompetenzzentrums empfehlenswert, das bei der Bündelung und Steuerung der vielfältigen Aktivitäten in NRW zielführend koordiniert und bei „automotiveland.nrw“ angedockt werden könnte. „Wir bringen bereits Grundstrukturen und Know-how mit und können uns vorstellen, so ein Kompetenzzentrum bei uns aufzubauen“, sagt Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Clusterinitiative. Damit dies gelingt, ist bei dieser Entwicklung eine ganzheitliche Betrachtung unter Einbezug aller Stakeholder, also Teilhaber, notwendig. Dazu zählen neben der Wirtschaft und Wissenschaft, die sich oftmals in erster Linie mit der technischen Umsetzung befassen, auch die Politik und die Zivilgesellschaft. In den letzten Jahren hat sich im Bergischen Städtedreieck bereits ein Innovationssystem entwickelt, dessen Akteure gemeinsam mit voller Kraft in gemeinsamen Projekten daran arbeiten, einen aktiven Part in der Gestaltung der Mobilität der Zukunft zu übernehmen und hinsichtlich neuer Verkehrsformen Vorreiter zu sein. Die zentralen Projekte, die auch von der Landesregierung Nordrhein-Westfalens finanziell gefördert werden, sind automotiveland.nrw, das Centrum für automatisierte Mobilität (CAMO.nrw) sowie die Projekte bergisch.smart_mobility.

Über die Initiative automotiveland.nrw

Bereits 2017 erarbeiteten die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) und die Bergische Uni eine Analyse zur Zukunft der Automotive- Region. Eine Folge war die Gründung des Vereins automotiveland. nrw mit Sitz in Solingen. Er verfolgt das Ziel, die Automobilindustrie in Nordrhein- Westfalen gemeinsam mit seinen Mitgliedern durch die Transformation zur automatisierten und elektrifizierten Mobilität zu führen. Dabei geht es primär nicht mehr um die Entwicklung von Fahrzeugen, sondern das Zusammenbringen bestehender Kompetenz der Unternehmen mit den Anforderungen und Möglichkeiten der Zukunftsmärkte: Dies geschieht über das Vernetzen von Unternehmen, Forschung und Politik in Themenfeldern wie Elektromobilität, automatisiertes Fahren und künstliche Intelligenz, der Repräsentation auf Messen und Veranstaltungen, der politischen Begleitung und Identifizierung von Zukunftsmärkten. Mit den Transformationsprojekten camo.nrw und bergisch. smart_mobility sind bereits erfolgreiche Ansätze in der aktiven Umsetzung. Aktuell arbeitet automotiveland.nrw an der Einreichung von Projektanträgen in den Feldern Leistungselektronik und Wasserstoff. 

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Viel Potenzial im bergischen städtedreieck

Stephan A. Vogelskamp

Geschäftsführung

info@automotiveland.nrw

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